Von der Skizze auf den Tisch
Jede Kollektion beginnt mit einer Frage. Die besten Objekte treten im Gebrauch zurück: Balance soll spürbar sein, nicht auffallen.
Jede Kollektion beginnt mit einer Frage. Die besten Objekte treten im Gebrauch zurück: Balance soll spürbar sein, nicht auffallen.
Kleine Details, die einen grundlegenden Unterschied machen.
Die Kollektion aus Trinkgläsern und Karaffen wurde aus Kristallglas entwickelt; das Trinkglas ist zweischichtig aufgebaut. Ein strukturierter unterer Bereich verleiht dem Glas taktile Tiefe, während der klarere obere Bereich den Inhalt sichtbar hält. Aus diesem Kontrast entsteht ein Entwurf, der zwischen Transparenz und Substanz changiert – besonders ausdrucksvoll in der Ausführung Smoked, in der Licht, Flüssigkeit und Glas das Erscheinungsbild des Objekts fortwährend verändern. Die Funktion ist integraler Bestandteil des Entwurfs. Durch den zweischichtigen Aufbau eignet sich das Trinkglas für kalte wie warme Getränke und wirkt für Wasser am Esstisch ebenso selbstverständlich wie für Kaffee nach dem Essen. Was als Suche nach dem idealen Kaffeeglas begann, wurde so zu einem vielseitigeren Objekt für das gesamte kulinarische Erlebnis. Von europäischen Glasmachern von Hand und mundgeblasen gefertigt, spiegelt die Kollektion zugleich die Bedeutung des Handwerks im Verständnis von Tischkultur bei Table Noir wider. Kleine Abweichungen, das Relief des unteren Glases und das Zusammentreffen der beiden Schichten verleihen jedem Teil eine physische Präsenz, die rein industriell kaum zu erreichen ist. Der Entwurf von Rikke Malling ist zurückhaltend, aber nicht anonym. Seine Identität liegt im Zusammenspiel von klarem und strukturiertem Glas, im Gewicht des Materials und in der Bewegung des Lichts über die Oberfläche.
Das Ergebnis ist Tischkultur, die nicht allein dazu gedacht ist, ein Getränk aufzunehmen, sondern Teil der Atmosphäre um dieses herum zu werden.
Rikke Malling