Atlantic verbindet ein zeitgenössisches Profil mit sorgfältig ausgewogenen Proportionen. Diese Ausführung besitzt das in der Preisliste ausgewiesene satiniert gebürstete Finish, das ruhiger und dezenter wirkt als Atlantic-Brillant.
02 Die Details
Die Details
Ein zeitgenössisches, ausgewogenes Muster mit glattem Profil und zurückhaltender, satiniert gebürsteter Oberfläche.
Die Verjüngung.
Der Balancepunkt.
Die Oberfläche.
03 Vom Designer
Wilfried Moll
Wilfried Moll gehörte einer Generation von Silberschmieden an, für die Reduktion keine ästhetische Geste, sondern eine Disziplin war. Präzision und Proportion prägten seine Arbeit, ebenso die Überzeugung, dass ein Gegenstand seine Qualität im Gebrauch und nicht durch Ornament offenbaren sollte.
Seinen einflussreichsten Ausdruck fand dieser Ansatz in der Zusammenarbeit mit Robbe & Berking. Beginnend mit Alta in den frühen 1980er-Jahren entwickelte Moll eine Reihe von Besteckentwürfen, die die Traditionen des Silberschmiedehandwerks in eine entschieden moderne Sprache überführten. Alta, Riva, Sphinx und Atlantic erkunden diese Idee auf unterschiedliche Weise, teilen jedoch dieselbe grundlegende Klarheit: sorgfältig kontrollierte Profile, ausgewogene Proportionen und Oberflächen, die ohne dekorative Unterbrechung für sich sprechen.
Molls Erfahrung als praktizierender Silberschmied ist wesentlich für das Verständnis dieser Entwürfe. Das Verhältnis von Griff, Gewicht und Funktionsteil wird als kontinuierliche Einheit behandelt; so vermitteln die Teile Ruhe und physische Sicherheit in der Hand. Die Schlichtheit ist nie anonym. Sie beruht auf feinen Unterschieden in Rundung, Stärke und Balance, die sich erst im Gebrauch vollständig erschließen.
Seine Arbeit spiegelt zudem Einflüsse jenseits Deutschlands wider. Moll verbrachte einen Teil seiner frühen Laufbahn in Kopenhagen und blieb eng mit der skandinavischen Silberschmiedekunst verbunden; auch die Reduktion des Bauhauses und Begegnungen mit japanischer Metallkunst prägten seinen Umgang mit der Form.
In seinem Besteck für Robbe & Berking werden diese Bezüge verdichtet, nicht ausgestellt. Das Ergebnis ist Tafelkultur, die zugleich präzise und selbstverständlich wirkt — Objekte, in denen Handwerk, Ergonomie und Moderne nahezu untrennbar werden.
„Reduktion überzeugt am meisten, wenn nichts Wesentliches verloren gegangen ist.“
Wilfried Moll
Wilfried MollDesigner
Produktleitfaden
Fragen zu Robbe & Berking Atlantic Servierset — 10 Teile
Was enthält das 10-teilige Servierset Robbe & Berking Atlantic?
Das 10-teilige Servierset führt Atlantic über das einzelne Gedeck hinaus in die gemeinschaftlichen Rituale der Tafel. Es enthält zwei große Fleischgabeln, einen Sahnelöffel, eine große Salatgabel, einen großen Salatlöffel, zwei Servierlöffel, eine Saucenkelle, einen Tortenheber und einen Zuckerlöffel. Gemeinsam begleiten die Teile die verschiedenen Gänge eines sorgfältig komponierten Menüs – vom Servieren am Tisch bis zum abschließenden süßen Gang.
Was unterscheidet das Servierset Atlantic von einem üblichen Besteckset?
Ein Gedeck gehört dem einzelnen Gast, ein Servierset dem Tisch als Ganzem. Diese zehn Teile sind für jene Momente geschaffen, in denen Speisen präsentiert, weitergereicht und geteilt werden – beim Tranchieren, Servieren von Gemüse und Salat, Schöpfen von Saucen und beim Abschluss mit Kuchen oder Dessert. So reicht die Designsprache von Atlantic über den Teller hinaus in die Choreografie des Service.
Wo begegnet Atlantic in der Welt der Spitzengastronomie?
Atlantic erscheint in Speiseräumen, in denen Service, Objekte und Küche als ein Erlebnis gedacht werden. Die Kollektion findet sich in Michelin-prämierten Restaurants, darunter Ahlmanns in Kiel, Carmelo Greco in Frankfurt, Fortaleza do Guincho in Portugal, Restaurant 360° in Limburg und Sankt Benedikt in Aachen sowie Il Ristorante Alain Ducasse in Neapel und Rom. In diesem Kontext gewinnen Servierteile besondere Bedeutung: Sie sind Teil jener Gesten, durch die der Tisch lebendig wird.
Wie prägt das Finish Atlantic Matt die Servierteile?
Die gebürstete Oberfläche Atlantic Matt gibt den größeren Servierteilen eine besonders ruhige Präsenz. Statt sie zu dekorativen Objekten zu machen, lenkt die gemilderte Reflexion die Aufmerksamkeit auf Proportion, Funktion und die servierten Speisen. Das Ergebnis ist dezent, aber haptisch – besonders wirkungsvoll, wenn sich die Teile zwischen Platte, Teller und Hand bewegen.
Wer hat die Servierteile von Atlantic entworfen?
Atlantic wurde von Wilfried Moll für Robbe & Berking entworfen. Die Servierteile folgen derselben zurückhaltenden Sprache wie die Gedecke: ausgewogene Proportionen, sanft gerundete Griffe und ein markantes Profil. Selbst bei veränderter Größe und Funktion bleiben sie unverkennbar Atlantic und schaffen Kontinuität über den gesamten Tisch.