Von der Skizze zum Tisch
Lago reduziert die Form auf weiche, fließende Linien und wellenartige Kurven. Die modellierten Übergänge verleihen dem Muster Leichtigkeit und bewahren zugleich seinen ausgeprägten, sinnlichen Charakter.
Lago reduziert die Form auf weiche, fließende Linien und wellenartige Kurven. Die modellierten Übergänge verleihen dem Muster Leichtigkeit und bewahren zugleich seinen ausgeprägten, sinnlichen Charakter.
Weiche, fließende Linien und wellenartige Kurven schaffen eine leichte, skulpturale Form.
Claus Harttungs Lago für Robbe & Berking beginnt mit einer der elementarsten Bewegungsformen: Wasser. Statt diese Inspiration in Dekor zu übersetzen, lässt Harttung sie das Besteck selbst formen. Die Griffe verlaufen in sanft fließenden Linien, während weiche, wellenartige Kurven jedem Teil eine subtile Bewegung verleihen. So entsteht eine Kollektion, die fließend wirkt, ohne um des Ausdrucks willen expressiv zu werden — kontrolliert, reduziert und still skulptural. Dieses Gleichgewicht zwischen Bewegung und Zurückhaltung ist für Lago zentral. Die Formen sind konzentriert und unkompliziert, doch wechselnde Konturen lassen die Teile nie statisch erscheinen. Das Licht wandert über jede Rundung anders und verleiht dem polierten Edelstahl einen Charakter, der sich beim Halten, Auflegen und Benutzen des Bestecks verändert. Auf der Tafel entfaltet Lago eine unverkennbar maritime Sensibilität, ohne sich wörtlicher Motive zu bedienen. Die Verbindung zum Wasser liegt vielmehr in Rhythmus, Oberfläche und Silhouette. Der Übergang vom Griff zum Funktionsteil ist weich; eine visuelle Leichtigkeit lässt die Kollektion in formellen wie zeitgenössischen Arrangements selbstverständlich wirken. Mit Lago zeigt Harttung, wie eine einfache Referenz aus der Natur zu einer vollständigen Formensprache werden kann — nicht indem sie Wasser abbildet, sondern etwas von seiner fortwährenden Bewegung einfängt.
Eine vom Wasser geformte Linie steht niemals wirklich still.
Claus Harttung
Die Servierteile setzen die Designidee von Lago in Handlung um. Salat wird aufgehoben, Sauce gegossen, Fleisch serviert und Dessert geteilt. Die fließenden Kurven der Kollektion sind nun nicht mehr nur zu betrachten – sie werden Teil der Bewegung zwischen der Mitte des Tisches und jedem Gast.
Der größere Maßstab macht den Entwurf leichter lesbar. Auf den größeren Servierteilen haben die weichen Übergänge und das sanft gewellte Profil mehr Raum, sich zu entfalten. Das Ergebnis wirkt beinahe skulptural und lässt die Inspiration durch Wasser deutlicher hervortreten als bei den kleineren Teilen des Gedecks.
Ja. Ein Servierteil gehört zu den wenigen Gegenständen, die sich wiederholt durch den gesamten gedeckten Tisch bewegen. Bei Lago wirkt diese Bewegung besonders selbstverständlich, weil die Kollektion selbst auf Kontinuität und Fluss beruht. Das Servieren wird Teil des visuellen Rhythmus und nicht zu dessen Unterbrechung.
Das 10-teilige Servierset vereint die zentralen Teile für das gemeinsame Servieren – für Fleisch, Salat, Saucen, Beilagen, Dessert und Kaffee. Zusammen führen sie Lago über das einzelne Gedeck hinaus in die vollständige Choreografie der Mahlzeit.
Weil die Kollektion vom Wasser inspiriert wurde und Wasser durch Bewegung bestimmt ist. In den Servierteilen wird diese Idee beinahe körperlich: Die geschwungenen Formen wandern über den Tisch und tragen Speisen von einem Ort zum anderen. Das Design von Lago ist nicht länger nur ein visueller Verweis auf Fluss – es wird selbst Teil dieses Flusses.